NEUES BILDUNGSPROJEKT UND ONLINE-WISSENSMAGAZIN

„Die anderen 50 Prozent
Weibliche Alltagswelten in Deutschland von 1949 über 1989 bis heute”

Medienübergreifendes Bildungsprojekt
mit digitalem Online-Wissensmagazin und Bildungsportal,
schulbegleitenden Materialien und ergänzend einem Buch

Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Projektidee und Historie

Nach unseren zwei Animationsfilmen „1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer“ (2014) und „1989 – Lieder unserer Heimat“ (2018), unseren beiden gleichnamigen Büchern, Premieren und verschiedenen Veranstaltungen, Mitmach-Mal- und Live-Zeichenaktionen, den sehr vielen Workshops, die uns bis Ende 2019 jahrelang in Schulen, Gedenkstätten, Museen, Jugendclubs sowie weitere pädagogische und soziale Einrichtungen in ganz Deutschland führten, nach den Interviews, Gesprächen und Online-Talks, Karikaturen, Illustrationen, Comics sowie einer intensiven und sehr persönlichen autobiografischen Auseinandersetzung mit den Themen Vergangenheit/Hier und Jetzt/Zukunft, DDR, Diktatur, Demokratie, Friedliche Revolution, Transformation, Geschichte und Gesellschaft ließen wir unsere aktive Beschäftigung in Form von ganz konkreten Projekten zu diesem gesamten Themenkomplex erstmal ruhen, um irgendwie mal den Kopf davon frei zu bekommen.

Stattdessen widmeten wir uns ab 2019 bei unseren Projekten verstärkt Themen wie Psyche, Tod, Verlust, Trauer, Feminismus, Identität und Gesellschaft – wo wir dann doch wieder beim Thema waren … Denn wenn wir ehrlich sind, gehört das alles ohnehin zusammen, weil es immer um das Leben, um Prägung und um unser gesellschaftliches Miteinander geht. Und in seiner Graphic Novel „Gevatter“ (erschienen im Mai 2024) erzählte Schwarwel neben seiner Auseinandersetzung mit dem Tod, der Angst davor und der Vergänglichkeit allen Seins auch von seinem Aufwachsen in der SED-Diktatur …

Wir hatten uns also für unsere Begriffe mit dem ganzen DDR-1989-Komplex mehr als umfangreich auseinandergesetzt. Dass es damit nicht komplett auserzählt war, war uns klar, dafür sind 40 Jahre DDR mit 18 (am Schluss 16) Millionen Einzelschicksalen ohnehin zu umfangreich und komplex.

Vor über einem Jahr führten wir gerade die ersten Interviews für unser viertes #nichtgesellschaftsfähig-Buch „Körper, Psyche, Identität und Selbstbestimmung“ (AT). Bei einem dieser Interviews kamen wir auch auf das Thema „Frauen in der DDR und in der BRD“ zu sprechen. Dabei platzte unserer Interviewpartnerin spontan heraus: „Na, wir Frauen in der DDR waren doch gleichberechtigt – im Gegensatz zu den Frauen im Westen. Wir gingen arbeiten und hatten das Abtreibungsrecht!“

Doch fast im gleichen Moment revidierte sie ihre Aussage: „Naja, okay, im Osten – also in der DDR – war es eher Arbeiten und Gleichberechtigung fürs System, im Westen war es als Frau zuhause bleiben, sich um Kinder, Familie, Haushalt und Mann kümmern fürs System. Hmmm …“

Genau: „Hmmm …“

Wie war es denn wirklich? In welchen Alltagswelten lebten die Frauen in der DDR wirklich? Wie wirkte sich „die Diktatur des Proletariats“ ganz praktisch auf ihr Leben, ihren Alltag, ihre Freizeit, ihren Beruf, ihre Rolle in der Gesellschaft, ihre Freiheit(en), ihre Selbstbestimmung, ihren Körper, ihre Psyche und ihr Empfinden aus?

Und wenn wir schon dabei sind: Wie erging es in dieser Zeit den Frauen auf der anderen Seite der Mauer des geteilten Deutschlands?

Und überhaupt: Was geschah in den Leben und Lebenswelten all dieser Frauen nach dem Mauerfall und in der Zeit danach bis heute? Was wurde aus den „DDR-Frauen“ in einem völlig anderen System? Was hat sich für sie und mit ihnen geändert? Wie sind sie mit der Transformation umgegangen und wie gehen sie heute damit um? Was davon klingt in ihren „Nachwende-Kindern“ und in ihren Enkeln nach, wie setzen sich diese mit ihrer, mit unserer Geschichte auseinander? Welchen Einfluss hat das auf ihr eigenes Leben und was lernen sie daraus? Was machen sie anders? Was übernehmen sie?

Durch unsere jahrelange Beschäftigung mit den Themen DDR, Friedliche Revolution, Diktatur und Demokratie im Rahmen unserer selbstgewählten Tätigkeiten bei Glücklicher Montag mit Buch- und Filmprojekten, Workshop- und Veranstaltungsreihen, Karikaturen und Malaktionen wussten wir, dass wir dieses große, wichtige Thema zwar oft gestreift und mit behandelt, aber nie so richtig angepackt hatten: ganz konkret Frauen in der DDR, Frauen in der SED-Diktatur, Frauen in Ost und West. Frauen auseinandergerissen, Frauen beiderseits des Eisernen Vorhangs, Frauen auf den Montagsdemos, Frauen ohne die Mauer, Frauen im wiedervereinten Deutschland.

In unserer bereits erwähnten „#nichtgesellschaftsfähig“-Buchreihe, die sich vor allem dem Hauptthema Psyche und wie wir alle mit unserem Alltag klarkommen, widmet, hatten wir bereits viele Einzelartikel, Erfahrungsberichte und Interviews, die auch immer wieder tief in die Vergangenheit der Menschen führten, in der ihre psychischen Belastungen begannen oder herrührten … Teilung, Trennung, Verlust, Trauer, Abwertung, Ungleichbehandlung, Gewalterfahrungen, Depression, Angst, Sucht, Essstörungen, Dissoziationen, Trauma und PTBS … Wir sprachen und sprechen dabei ganz bewusst mit Menschen aus Ost und West, mit Männern, mit Frauen und mit nicht-binären Personen, mit Heteros und Schwul-lesbischen, mit behinderten und mit nichtbehinderten Menschen. Diese Arbeit machen wir konkret seit 2019. Die Themen Diktatur und Demokratie, Revolution und Transformation, Meinungsfreiheit, Gleichbehandlung, Gleichberechtigung und Grundgesetz behandeln wir bereits seit 2010 … Es wurde Zeit, dass wir das alles mal gesammelt aufbereiten, erweitern, einordnen und aktualisieren würden.

Dank der Förderung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fiel am 01.01.2026 der Startschuss für unser Projekt „Die anderen 50 Prozent – Weibliche Alltagswelten in Deutschland von 1949 über 1989 bis heute“, das wir 2016 mit ganz vielen unterschiedlichen Beteiligten aus allen gesellschaftlichen Bereichen realisieren können.

– Sandra und Schwarwel, Januar 2026

Projektbeschreibung

Ziel unseres Projektes ist die Erstellung einer als unterhaltsames, kurzweiliges und umfangreiches Online-Magazin aufbereiteten Wissensplattform, die es den Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, sich in einer digitalen und multimedialen Umgebung geschichtliches Wissen, Fakten und Erfahrungsberichte und dadurch eigene Standpunkte und Meinungen zur Stellung der Frau in der Gesellschaft im geteilten und vereinten Deutschland anzueignen, sich über dieses erlangte Wissen und weiterführende Informationen auszutauschen sowie in Form von eigenen Jugendredaktionen selbständig weiteres, neues Wissen redaktionell zu erarbeiten und auf der Plattform bereitzustellen.

Daneben bieten wir auf dem Portal schulbegleitende Materialien für den Unterricht zum Download und Hand-Outs zur einfachen Plattformeinbindung in den eigenen Lehrstoff für Lehrende zur kostenfreien Nutzung an.

Die Hauptaugenmerke innerhalb der thematischen Vielfalt der Plattform liegen dabei auf drei Schwerpunkten:

1. Frauen in der SED-Diktatur der DDR (im Vergleich zu Frauen in der parlamentarischen Demokratie der Bundesrepublik bis zum Mauerfall 1989)

2. Frauen im Osten Deutschlands nach der Wiedervereinigung und während des Transformationsprozesses (im Vergleich zu Frauen im Westteil Deutschlands)

3. Frauen im heute unter besonderer Betrachtung und Einbeziehung der Nachwendegeneration in Ost und West 35 Jahre nach der deutschen Einheit

Zweck und Ziel unserer Wissensplattform sind die durch ihre Themen- und Medienvielfalt (bspw. historische Übersichts- und Fachartikel, persönliche Beiträge, Interviews, Gespräche, Biografien, Podcasts, Fotos, Illustrationen, Karikaturen, Comics u. a.) unterhaltsam aufbereitete Wissenserweiterung zur politischen Bildung, Erkenntnisgewinn, Bewertung und Meinungsbildung, die Erlangung und Verfeinerung von Medienkompetenz der jugendlichen Nutzerinnen und Nutzer durch ihre eigene Mitarbeit in Jugendredaktionen sowie eine gesellschaftliche Aufarbeitung der Ursachen, Geschichte und Folgen der SED-Diktatur als Thema der Gegenwart und dadurch mittelbar eine Stärkung des demokratischen Miteinanders.

Neben der digitalen Plattform ist ergänzend eine gleichnamige Publikation in Buchform (ca. 400 Seiten, Verlag: Glücklicher Montag) mit ausgewählten Inhalten der Online-Version geplant, die in klar strukturierten Kapiteln in chronologischer Reihenfolge ab der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 über die Friedliche Revolution und den Mauerfall 1989, die Wiedervereinigung 1990 und den Transformationsprozess bis ins heute die Wissensvermittlung, aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Thema Frauen sowie deren Rolle dabei, politische und Meinungsbildung auf der Basis demokratischer Werte auch haptisch erlebbar macht.

Inhalt und Themen (erste grobe Auswahl)

Ausgangspunkt sind Mythen und Klischees über Frauen in der DDR im Vergleich zu Frauen in der BRD: „Ostfrau – taff, emanzipiert und gleichberechtigt”, „Ostfrau – Rabenmutter”, „Westfrau – Heimchen am Herd”, „Westfrau – knallharte Karrierefrau”, die jeweils mit einer Karikatur von Schwarwel bebildert werden.

Weiterhin möchten wir uns auf dem Portal mit folgenden Inhalten auseinandersetzen:

  • Überblick und Historie Frauen in der DDR, im geteilten und vereinten Deutschland
  • historische Fakten Frauen und Frauenbewegung 1949 – 1989 in Ost und West, ab 1990 bis heute
  • Frauen in der DDR, im geteilten und vereinten Deutschland, während des Transformationsprozesses und: Geschichte, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Arbeit, Lohn, Karriere, Haushalt und Care Arbeit, Kindheit, Jugend und Aufwachsen, Ehe, Familie, Scheidung, Abtreibung/Schwangerschaftsabbruch, Witwenrente, Bildung und Erziehung, Wochenkrippen, Kinderheime, Gesundheit und Medizin, Körper, Rollenbilder, Mode, Kochen, Freizeit, Sport, Musik, Kunst und Kultur, Film, Literatur, Subkultur, Haft und Gefängnis, Zwangsadoptionen, Flucht, Opposition und Bürgerbewegung, Frauenbewegung, Venerologische Stationen/„Tripperburgen”, Prostitution (und Messe), Rechtsextremismus sowie Gewalt, Trauma, Psyche, Sucht, Essstörung und psychische Belastungen …

Die einzelnen Themenbereiche werden jeweils mit Übersichts- und Fachartikeln zur Einleitung und als Basis aufbereitet sowie danach mit weiteren Texten, Interviews, Gesprächen, persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen sowie in Form von Illustrationen, Karikaturen und Comics breitgefächert und vielseitig betrachtet, sodass ein buntes Mosaik entsteht und sich alles wie eine Art Puzzle zusammensetzt, um ein Gesamtbild zu erhalten.

Beteiligte:

  • Fachmenschen, Historikerinnen und Historiker, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Journalistinnen und Journalisten
  • Menschen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Musik, Kunst und Kultur, Medizin und Psyche
  • Schülerinnen und Schüler, Jugendliche —- Jugendredaktionen

Medien:

  • Interviews, Gespräche, Talks: schriftlich, Audio (Podcast) und Video, online
  • Artikel (Fachartikel, historische Beiträge, persönliche Geschichten und Erlebnisse)
  • Fotos, Grafiken, Illustrationen, Comics, Graphic Novels, Cartoons und Karikaturen
  • Interaktive Elemente

Projektleitung

Unser Projekt „Die anderen 50 Prozent” wird geleitet durch die redaktionelle Leiterin und Produzentin von Glücklicher Montag Sandra Strauß, geboren 1978 in der DDR, und durch den künstlerischen Leiter und Art Director von Glücklicher Montag Schwarwel, geboren 1968 in der DDR.

Im Jahr des Mauerfalls war Sandra elf Jahre alt, hatte bereits die sozialistische Grundsozialisation durch Krippe, Kindergarten und Grundschule der DDR hinter sich und ist gerade Schülerin einer neuen 7. Klasse am St.-Augustin-Gymnasium in Grimma geworden.

Schwarwel war zu diesem Zeitpunkt 21 Jahre alt, hatte zweieinhalb Jahre zuvor seinen Dachdeckerberuf mit Erhalt seines Facharbeiterbriefes gekündigt und jobbte halbtags an der Garderobe der Deutschen Bücherei in Leipzig, nachdem er als Praktikant ohne Aussicht auf ein Kunststudium im Malsaal der Leipziger Theaterwerkstätten arbeitete und danach mit dem Fahrrad halbtags Essen für die Leipziger Volkssolidarität ausfuhr, um dem Assi-Paragraphen des SED-Regimes zu entgehen, da er eigentlich als freier Musiker, Comiczeichner und Künstler arbeiten wollte.

Seit 2007 gibt es das Studio Glücklicher Montag, in dem Sandra und Schwarwel seit dessen Gründung in leitenden Positionen arbeiten. Seit 2012 ist Sandra Geschäftsführerin.

Glücklicher Montag arbeitet als kreatives Studio für die Film-, Fernseh-, Musik-, Kunst- und Kultur-, Wirtschafts-, Schulbuch-, Bildungs-, Medien- und Bestattungsbranche, ist aktiv im Bereich Veranstaltungs- sowie Social Media-Aktionen und stellt daneben seit Tätigkeitsbeginn auch Eigenproduktionen wie Animationskurzfilme, Realfilme, Graphic Novels und Bücher im Eigenverlag her.

Dabei betreuen Sandra und Schwarwel die Herausgabe und Redaktion der Eigenpublikationen, die kompletten Buch- und Filmproduktionen von der ersten Idee bis zur finalen Veröffentlichung und die Erstellung von Drehbüchern, Konzepten, Recherchen und Texten sowie die künstlerische Gesamtumsetzung der Animations- und Realfilme von Glücklicher Montag sowie Presse, Promotion und Marketing.

Bei „Die anderen 50 Prozent” übernehmen Sandra und Schwarwel die Gesamtkonzeption, -produktion und Redaktion für Portal und Buch, führen Interviews (schriftlich, online, im Real-Life mit Audio- und Videoaufnahme), zeichnen sich verantwortlich für die Recherche sowie Planung und betreuen die Jugendredaktionen und Lehrkräfte. Sandra ist ebenso verantwortlich für die Produktionsleitung, Kommunikation, Organisation, Transkription, das Lektorat und die Betreuung des Portals inkl. Inhalte einpflegen, Schwarwel für Design, Art Direction, Grafik, Gestaltung und Layout, Illustrationen, Comics, Karikaturen, Interview-Audio- und Video-Aufnahmen, Regie und Schnitt, Ton, Effekte und Musik. Social Media, Presse und Promotion wird ebenso von beiden übernommen.

Intention, Zweck und Zielsetzung

  • bewusste Beschäftigung der Nutzerinnen und Nutzer mit der jüngeren und jüngsten Vergangenheit des geteilten und wiedervereinten Deutschlands und der dabei stattgefundenen historischen Ereignisse mit dem Fokus auf Frauen in der DDR, auf Frauen im geteilten und vereinten Deutschland, während des Transformationsprozesses
  • Beitrag zur Förderung demokratischer politischer Kultur, für die freiheitlich gelebte Demokratie sowie die Sensibilisierung dafür („Was hat das alles mit mir und meinem eigenen Leben zu tun?“, „Was kann ich, was können wir aus der Geschichte lernen, um es anders/besser zu machen?“)
  • Beschäftigung der Nutzerinnen und Nutzer mit und das Aufzeigen von weiblichen Alltags- und Lebenswelten zur Sichtbarmachung von privaten Schicksalen innerhalb politischen Strukturen und Machtverhältnissen – Gab es Unterschiede zwischen den Frauen in der DDR und der BRD? Und falls ja, welche gab es? Wie sind Frauen mit dem Transformationsprozess umgegangen und welche Auswirkungen hatte und hat das auf ihr und das Leben ihrer nachkommenden Generationen?
  • mit den Jugendredaktionen möchten wir herausfinden, was Jugendliche (und deren Familien, die Nutzerinnen und Nutzer der Plattform sowie unsere Leserinnen und Leser) aus der Beschäftigung mit der Geschichte/Vergangenheit aus der weiblichen Perspektive lernen können – für sich persönlich, für ihr eigenes Leben, ihren Umgang und ihre Haltung, für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes, demokratisches, freiheitliches und gemeinsames Miteinander
  • Betrachtung der Arbeitsthese: Biografien, Karrieren und Lebenswege von Frauen werden in unserer Gesellschaft weniger beachtet. Ist das so? Wenn ja, warum?
  • Auseinandersetzung mit der Gleichstellung der Geschlechter in der DDR im Vergleich zur BRD, während des Transformationsprozesses und heute
  • Auseinandersetzung mit den Rechten von Frauen in der DDR im Vergleich zur damaligen Bundesrepublik und im vereinten Deutschland (bspw. Freiheit, Gleichheit, Menschenwürde, Selbstbestimmung, Vielfalt, demokratisches Miteinander, Teilhabe), auch immer im Vergleich zwischen Mann und Frau
  • Aufzeigen von Lebenswegen/Biografien als Vorbildfunktion für nachwachsende Generationen
  • Demokratiebildung, -förderung und -stärkung, Vermittlung von demokratischen Werten (bspw. durch redaktionellen Abgleich der geschilderten Erfahrungen und Lebenswahrheiten mit dem deutschen Grundgesetz)
  • Aufzeigen der Bedeutung von Vielfalt und Festigung des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft
  • Vertiefung von Medienkompetenz der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Jugendredaktionen (Umgang mit Medien, sachkundige Nutzung der Inhalte für persönliche Bedürfnisse, Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung – bspw. dargestellt durch veröffentlichte Arbeitstagebücher der Jugendredaktionen)
  • Bestärkung der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Jugendredaktionen bei zivilgesellschaftlichem Engagement (Partizipation, lokale Demokratie, Jugendwahlen)
  • Auseinandersetzung mit diskriminierenden, benachteiligenden und sexistischen Haltungen und Handlungen im Netz, in der Öffentlichkeit und im Privaten
  • Wahrnehmung der aktuell bedeutsamen Aufgabe, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu den Themen Frauen in der DDR, im geteilten Deutschland und Alltagswelten von Frauen zwischen 1949 und 1989 sowie zu persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen zu befragen, da aufgrund des fortschreitenden Alters der Mitmenschen viele schon nicht mehr unter uns sind bzw. irgendwann nicht mehr da sein werden, um sie „aus erster Hand“ befragen zu können
  • Beschäftigung mit der Frage, welche Auswirkungen das Leben in der DDR sowie der Transformationsprozess auf Frauen hatte und hat, in Bezug auf sie selbst und in Bezug auf die nachfolgenden Generationen bis ins heute
  • Auseinandersetzung mit rechtlichen Grundlagen bzgl. der Rechte und Selbstbestimmung von Frauen
  • Förderung integrativen Denkens
  • besondere Betrachtung und Vergleiche zu den Frauenrechten im geteilten und wiedervereinten Deutschland: das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Autonomie, das Recht auf Freiheit von sexueller Gewalt, die Gleichberechtigung im Ehe- und Familienrecht, das Recht auf Arbeit, das Recht auf gerechte Löhne oder gleiche Bezahlung, das Recht auf reproduktive Rechte, das Recht auf Besitz etc.
  • Beschäftigung zur Einordnung und Bewertung wichtiger Themen wie das Aufdecken von strukturellen Ungerechtigkeiten, die Förderung der Gleichstellung und Gleichberechtigung, das Hinterfragen und Aufbrechen von Geschlechterrollen, das Sichtbarmachen von Machtstrukturen, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und Stereotypisierung, die Frauen und marginalisierte Gruppen benachteiligen und gleichwohl Männer in ihrer persönlichen Freiheit, Entwicklung und Entfaltung behindern

Zielgruppe

  • Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, Jugendliche, auch mit Fokus auf den ländlichen Raum 
  • Lehrende und Pädagogen
  • Studierende, Universitäten und Hochschulen
  • Verschiedene Generationen im Austausch miteinander, also Jugendliche im Austausch mit ihrer Familie, Freundinnen und Freunden … auch wenn sie sich bspw. nicht alltäglich mit Geschichte, Aufarbeitung und Frauen in der Gesellschaft beschäftigen, unabhängig vom sozialen oder Bildungsstand, Alter oder Geschlecht

Weiterführend:

  • Fachkräfte und Institutionen für Medienkompetenz und Medienpädagogik
  • soziale und Bildungseinrichtungen
  • Bibliotheken, Museen, Gedenkstätten
  • Bürgerinnen-, Geschichts- und Demokratie-Initiativen, Vereine, Lobby-Verbänd

Gesamte Projektbeschreibung als PDF zum Download