BUCH „Die anderen 50 Prozent“

Sandra Strauß und Schwarwel (Hrsg.)
„Die anderen 50 Prozent
Weibliche Alltagswelten in (Ost-)Deutschland
von 1949 über 1989 bis heute“

Buch, 728 Seiten, mit über 50 Beteiligten und vielen Fotos und Illustrationen
VÖ: 23. Oktober 2026
Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Verlag: Glücklicher Montag

Erhältlich im Glücklicher Montag Shop: www.gluecklicher-montag-shop.de

Interviews mit:
Manja Präkels, Babette und Markus Kavka, Anna Kaminsky, Annette Benjamin,  Ilko-Sascha Kowalczuk, Grit Lemke, Carolin Würfel, Luci van Org, Manuela Müller,  Kati Naumann, Bettina Wilpert, Ralf Kukula, Annette Schuhmann, Heike Bittner,  Judith Burger · Sabine Bamberger-Stemmann, Geralf Pochop, Anke Feuchtenberger, Sophie Sumburane, Clara Marz, Florentine Joop, Theresa Bacza, Pauline und Victoria Jankowicz, Aleo Arndt, Annegret Richter, Alina Cyranek, Alma-Emilia Jahn, Angelique Pershon und Marlene Mähler, Dina und Frank Pasic, Romina Stawowy, kahweh und Christian Kümmel, Cosima Stracke-Nawka, Editha Kentrup-Bentzien, Till Grahl,  Maria Funke, Barbara Rolf, Bettina Schipping, Claudia Ashley, Anne Weiß, Susanne Franken, Doreen

Beiträge von:
Ulrike Nimz, Juliane Streich, Linus Volkmann, Lars Tunçay, Tobias Prüwer, Jana Paulina Lobe, Anne Martin, Jennifer Sonntag, Kristian Schulze, Dirk Rotzsch, Heidrun Strauß, Franziska Reif, Christina Meinusch

Themen – Kurzabriss:
(Ost-)Deutsche Geschichte und Gegenwart aus weiblicher Perspektive

Diktatur und Demokratie, Friedliche Revolution, deutsche Einheit, Transformationsprozess und die bis heute spürbaren Folgen der Transformation, Frauen im geteilten Deutschland, Gleichberechtigung, Baseballschlägerjahre, DDR-Alltag und Bundesrepublik, Kindheit in der DDR, Jugend in den 1990er-Jahren, Rollenbilder und Emanzipation, Familie und Arbeit, Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit, Zweifel und Ohnmacht, Gewalt, Repression, Zersetzung, Trauma, Psyche, Ausgrenzung, Abwertung, Kinderbetreuung und berufliche Selbstständigkeit, die berühmte Zweite Schicht, Körperbilder und FKK, politische Teilhabe und gesellschaftliche Erwartungen, Freiheit, Solidarität (unter Frauen), Widerstand, Anpassung, Opportunismus, Jugend- und Subkultur, Chancen und Verluste, Frauenbewegung, Geschlechtergerechtigkeit und patriarchale Strukturen, Aufarbeitung und Erinnerungskultur, Vorurteile und Ost-West-Debatten, gesellschaftlicher und demografischer Wandel, Generationenprägung und transgenerationale Traumata, ostdeutsche Zukunft, gesellschaftliche und demokratische Verantwortung

Inhalt:
Wie haben Frauen die Zeiten von 1949 über 1989 bis heute erlebt? Welche unterschiedlichen Erfahrungen und Erlebnisse haben sie? Was hat sie geprägt? Wie sind sie sozialisiert worden? Und welchen Auswirkungen hat das auf ihr Leben? Wie gehen sie mit Brüchen und Umbrüchen um? Was hat sich für Frauen nach 1990 verändert? Bezeichnen sie sich selbst als Ossi? Wie steht es um ostdeutschen Identität? Welche Klischees gibt es über Ostfrauen – und warum halten sie sich bis heute? Wie war denn das mit der Gleichberechtigung in der DDR wirklich? Kann man ein Leben in der Diktatur haben? Was verändert sich, wenn man Geschichte aus weiblicher Perspektive betrachtet? Wie prägen Frauen Geschichte und Gegenwart? Welche Spuren hinterlassen politische Umbrüche in Familien? Unterscheiden sich ost- und westdeutsche Erinnerungen noch immer? Welche Rollenbilder wirken fort? Wer entscheidet eigentlich darüber, welche Geschichten Teil der offiziellen Erinnerung werden?

Diese Liste können wir noch sehr lang fortsetzen – und immer ist es nur ein kleiner Auszug daraus, womit wir uns bei „Die anderen 50 Prozent“ beschäftigen. Es ist komplex.

In Interviews, verschiedenen Beiträgen und Portraits stellen wir persönliche Perspektiven und Geschichten, Erinnerungen und Stimmen von Frauen mit ganz unterschiedlichen Biografien und aus allen gesellschaftlichen Bereichen in den Mittelpunkt: Autorinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Kulturschaffende und Zeitzeuginnen, Frauen aus Ost (und West und Männer) – bekannte Persönlichkeiten ebenso wie Menschen, deren Geschichten bisher kaum öffentlich erzählt wurden.

Dabei versteht sich unser Buch nicht als einheitliche ostdeutsche Erzählung. Es gibt nicht die eine Erfahrung, nicht die eine „Ostfrau“ und auch nicht die eine Sicht auf die DDR oder die deutsche Einheit oder die Zeit danach. Gerade die Unterschiede zwischen den Biografien machen deutlich, wie vielfältig Lebenswelten sind.

„Die anderen 50 Prozent“ möchte einen Beitrag zu einer weiterhin notwendigen gesamtdeutschen Debatte leisten und versteht sich als Einladung, genauer hinzusehen, zuzuhören und weitere Geschichten zu erzählen. Denn die hier vorgestellten Menschen sind nur eine kleine Auswahl. Es hätte noch über sehr viele weitere Frauen und ihre Perspektiven auf DDR, Bundesrepublik, Wiedervereinigung und Gegenwart zu erzählen gegeben.

Wissensportal:
Begleitend zum Buch entsteht die Online-Wissensplattform dieanderen50prozent.de (online ab 23.10.2026) mit mehr Interviews, Podcasts, Texten, Portraits, Filmen, Wissensfenster, einer Jugendredaktion und schulbegleitenden Materialien.

Inhaltsverzeichnis (als PDF)

„Zum Geleit“ von Sandra Strauß und Schwarwel (als PDF)

Biografien aller Beteiligten: www.schwarwel.de/biografien-die-anderen-50-prozent