Film „Rote Beete“ aus „1989 – Lieder unserer Heimat“

Film „Melodie & Rhythmus“ aus „1989 – Lieder unserer Heimat“

Film „Himmlischer Frieden“ aus „1989 – Lieder unserer Heimat“

Schwarwels Welt

GEVATTER

„GEVATTER“-DOKUMENTATION

 
Während wir Gevatter #1 „Verleugnung“ in der Druckvorstufe bearbeiten, sitze ich parallel an den Reinzeichnungen für Gevatter #2 „Zorn“, wo es auch wieder haufenweise herrlich komplizierte Detailarbeit zu zeichnen gibt, um die Alltagswelt von Tim und seiner Familie möglichst realistisch in Szene zu setzen.
In diesem Panel liest Tim gerade die Schulpflichtlektüre „Die Abenteuer des Werner Holt“ von Dieter Noll, dessen ersten Teil ich mir auch heute an den Schulen wünschen würde. Damit könnte man so einiges abfangen, was gerade gesellschaftlich aus dem Ruder läuft.
 
Schwarwel
24.07.2019
 

Chapeau Nr. 3 ❤️
Unsere verehrte Kollegin und Comiczeichnerin Sarah Burrini wird das Variantcover unseres dritten „Gevatter“-Heftes zeichnen. Unser tiefer Dank.

Sandra
23.07.2019

„Natürlich hat es Jahrzehnte gedauert, bis ich mich halbwegs von meinen Vorbildern gelöst hatte und inzwischen habe ich manchmal sogar den Eindruck, dass ich tatsächlich meine eigenen Geschichten erzähle, schreibe oder singe und dafür all die Tricks anwende, die ich beim Lesen, Sehen und Hören gelernt habe, aber der rattenscharfe Beat von „Blitzkrieg Bop“ wummert eigentlich immer im Hinterkopf, wenn ich eine Story zeichne oder an einem Trickfilm sitze – das soll alles auf den Punkt kommen, es soll akurat sein, straight, und es soll die Rezipienten möglichst aus den Socken hauen: One-Two-Three-Four-BOUM!“

In unserem heutigen #gevatter-Interview mit Schwarwel gehts um das Medium Comic, die Arbeit und das Leben als Comiczeichner, die Comicszene, Vorbilder …

Nehmt euch einen Guten Morgen-Kaffee, lest und lasst es wirken. Pflichtlektüre, nicht nur für Comic-Schaffende und -Fans.

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
21.07.2019

Heute gibts hier die höchstoffizielle Reinzeichnung meines regulären Cover-Artworks fürs erste Heft Gevatter #1: „Verleugnung“, das wir gerade für seine August-VÖ pimpen, damits in den nächsten Tagen endlich in Druck gehen kann.
Natürlich habe ich diese Woche „mal schnell“ und „nebenbei“ noch zwei zusätzliche Seiten gezeichnet, damit die Hefte einzeln gelesen in sich geschlossen sind – das übersieht man ja gern, wenn man so an seinem Rechner sitzt und die Story hintereinander runterschreibt.
Die Regular-Cover von Heft 1 bis 5 habe ich jetzt so geskribbelt, dass der Seitenaufbau und das Layout immer gleich sind, jedoch die Inhalte natürlich variieren, indem sie in Reihe gelegt auch schon eine Geschichte erzählen. Wird sehr schnieke aussehen, wenn man sie dann vor sich ausbreitet.
In der geplanten Gesamtausgabe werden sie fortlaufend den Kapiteln vorangestellt.
(Die Farbversion dieses Covers ist natürlich auch schon fertig – die zeige ich aber erst her, wenn das Heft offiziell im Shop eingestellt ist. Wegen Marketing und so.
)

Schwarwel
19.07.2019

Mit dem Herzeigen von work-in-progress-Sachen tue ich mich immer sehr, sehr schwer. Zum einen sind die Sachen eben noch nicht Herzeige-fertig, was für perfektionistische Zwangsneurotiker wie mich die Hölle auf Erden bedeutet. Und zum anderen weiß ich auch gar nicht, ob jemand außer mir sowas überhaupt sehen will oder ob das eher ein übler Downer ist, weil man nur das fertige Ding lesen und sich nicht die Überraschung nehmen lassen will …
Zwar schaue ich selbst mir jeden Fitzel in jedem Zwischenstadium anderer ZeichnerInnen immer gern und sehr genau an, aber das liegt meiner These zufolge eher daran, dass ich rausfinden möchte, wie meine MitbewerberInnen ihre Magie aufs digitale oder physische Papier zaubern …
Ach, ich weeß ooch nich …
Hier jedenfalls ein Detail von Seite 17, bei dem ich für die Darstellung meines ersten Hundemitbewohners Bella als Vorlage bei unseren Hundemitbewohner Ozzy abgucken kann, weil beide Bordercollie-Gene haben … für Bella muss ich nur immer einfach mehr Strubbel und Spielschmutz addieren, weil er ein sehr freiheitsliebender Racker war, der an keiner Pfütze und keinem Dunghaufen vorbeilaufen konnte, ohne sich voller Leidenschaft hineinzuwerfen, um sich darin zu suhlen. Dementsprechend roch er sehr oft eher streng – ich habe es geliebt!

Schwarwel
11.07.2019

Die letzten fünf Inhaltsseiten von „Gevatter“-Kapitel 1 „Verleugnung“ sind gerade in der Tusch- bzw. Endphase, sodass das erste Heft ab nächste Woche wie geplant ins Layout kann, um dann im August pünktlich zu erscheinen, wenn ihr alle aus dem Urlaub zurück seid. 😎
(Die rot markierten Seiten sind die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die zuerst fertig werden mussten; die Schweinevogel-Rosa markierten Seiten sind die fertigen, die es erst im Heft zu sehen und zu lesen gibt und die weißen sind die, die gerade noch in Arbeit sind.)
Neben der Regular Edition mit einem Cover von mir wird es von „Verleugnung“ auch eine Ausgabe mit einem Variant Cover von Sascha Wüstefeld geben.

Schwarwel
08.07.2019

„Seit Kindesbeinen lebe ich mit einer endogenen Depression, weshalb ich mich auch irgendwie schon immer für den Tod, die Dunkelheit und die Abgründe des Lebens interessiert habe. In meinen Anfangszwanzigern entwickelte sich dann eine handfeste Angstneurose, die ich wie vorher schon meine Depression mit viel Alkohol und Tabletten lange verdrängt habe, bis ich mich aufgrund des unhaltbar gewordenen Leidensdrucks und meiner manchmal latenten, oft ausgelebten Aggressivität gegenüber mir selbst und meiner Mitmenschen irgendwann doch mal endlich in Behandlung begeben habe. Das war ein wichtiger Schritt. Lebensrettend.“

Unser #gevatter-Interview mit Schwarwel, Teil 4.

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
06.07.2019

Hier mal eine „Gevatter“-Detailansicht von Seite 04 während des letzten Arbeitsschrittes, dem Tuschen – oder Inking, wie wir In-it-people sagen.
Dass mich Vorzeichnungen nerven, erwähnte ich ja schon mehrfach. Trotzdem ist es bei solchen filmisch angelegten Perspektivwechseln in einem klar definierten Raum wie dem Wohnzimmer der Familie einfach unumgänglich.
Solche Seiten kosten richtig viel Zeit(, von der man sowieso schon keine hat), sind aber m. E. notwendig, um eine authentische Stimmung zu erzeugen.

Schwarwel
04.07.2019

Chapeau und Träume wahr werden lassen Nr. 2 

Die letzte gemeinsame Signierstunde absolvierten Schwarwel und Sascha Wüstefeld im Dez 2013 in der Comic Combo Leipzig, gemeinsam mit Flavia Scuderi und Ulf S. Graupner.
Daher stammt auch das mitgepostete Bild (Flyer-Auszug).

Heute dürfen wir mit Freude und in Dankbarkeit verkünden, dass – neben Ingo Römling – auch unser lieber Freund und Kollege Sascha Wüstefeld eines unserer fünf Variant-Cover für unsere 5-Issues-„Gevatter“-Heftserie gestalten wird.
Nämlich für Heft 1 „Verleugnung“

Danke und Knicks.

Mehr Infos folgen demnächst.

Sandra
03.07.2019

Chapeau!
Manchmal gehen Träume in Erfüllung ❤️

Unser langjähriger Kollege und Freund Ingo Römling – seines Zeichens herausragender Comiczeichner („Malcolm Max“, „Star Wars“ etc.) – wird eines unserer fünf Variant-Cover für unsere 5-Issues-„Gevatter“-Heftserie gestalten.

Danke und Knicks.

Mehr Infos folgen demnächst.

Sandra
01.07.2019

„Mir gibt das Wissen um mein Ende Kraft für meine Arbeit, mein Umfeld und mein Leben, weil ich dadurch bewusster lebe, intensiver. Der Blick für die kleinen Dinge wird enorm geschärft, auch wenn ich logischerweise nicht allem entsprechen kann. Aber auch das gehört dazu.“

Vorige Woche mussten wir unsere #gevatter-Interviewreihe – aufgrund unserer anderen Arbeiten, deren Deadlines drückten – kurz aussetzen. Dafür geht es heute in Teil 3 mit sehr viel Tiefe, Weisheiten und Wahrheiten weiter.

Schwarwel gibt uns Antworten auf: sein Erleben und Empfinden, seinen Umgang mit Tod, Endlichkeit und Sterblichkeit, mit Depression und Angstneurosen, wann man loslassen muss …

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
29.06.2019

Jedes der fünf Kapitel von „Gevatter – Sterben will gelernt sein“ hat zwischen Kapitelvorseite und seiner Kapitelseite 1 eine Seite, die eine Grundstimmung herbeiführen soll.
Die Seite ist in der zuerst startenden Einzelheftserie auch gleichzeitig eine Reminiszenz an das Coverartwork.
Das hier ist die Seite aus dem ersten Kapitel „Verleugnung“.

Schwarwel
22.06.2019

Hier als weiterer kleiner Ausschnitt von „Gevatter“ die Seite 12 (plus die Vorzeichnung in der Kommentarspalte).
Diesen Plüschwolf hatte meine Schwester ebenfalls – bei meinem waren die Hosen blau, bei ihrem die Hosen rot … Eben das typische, fragwürdige Junge-Mädchen-Ding, was an den Ränder dieser Geschichte auch eine Rolle spielt, wie die bereits gepostete Seite 2 à la „Boy’s don’t cry“ bereits angedeutet hat.

Schwarwel
14.06.2019

Neuer Appetizer für „Gevatter“:
Seite 06 aus dem ersten Kapitel.
Wie an der Vorzeichnung (in der Kommentarspalte) zu sehen ist, bin ich meist zu faul oder zu ungeduldig, jeden Fitzel vorher haarklein zu skizzieren. Das rächt sich später vor allem bei perspektivischen Backgrounds wie in Bild 1, wo ich dann bei der Reinzeichnung doch wieder ewig sitze, um den Arbeitstisch rechts mit dem Tisch unten links in Einklang zu bringen, ohne allzuviel nochmal neu zeichnen zu müssen. „Weniger ist mehr“ gilt also leider nicht für alles.

Schwarwel
12.06.2019

„Meine Lieblingslieder sind meist eine Mischung aus Beschäftigung mit dem unvermeidlichen Ende und mit dem Leben davor, dass es zu meistern gilt …“

Weiter gehts mit unserer „Gevatter“-Interview-Reihe mit Schwarwel.

Schwarwel gibt uns heute einen Einblick in seine Lieblingszitate und Lieblingssongtexte zum Thema Tod sowie Film- und Buch-Empfehlungen zum Leben und Sterben.

Liebe Crowd,
was sind eure Lieblingszitate, Lieblingssongtexte, Bücher und Filme zu den Thematiken Leben-Sterben-Endlichkeit-Trauer-Schmerz? Schreibt sie gern hier darunter, damit wir eine kleine Übersicht erstellen können, die wir auf unserer demnächst erscheinenden Webseite veröffentlichen können.

Und jetzt erst mal viel Spaß beim Lesen von Schwarwels Interview.

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
09.06.2019

Hier die getuschte Seite 02.
Bei der Seitenaufteilung von „Gevatter“ habe ich mich an das strenge 3×3-Raster von „Watchmen“ gehalten, mit dem ich wunderbar klarkomme, weil es einen guten Leserhythmus und eine klare Struktur in der Story unterstützt.
Wenn ich das Raster aufbreche, kann ich mit wenig Stilmitteln (wie bspw. auf Seite 18 das 2/3-Panel in der ersten Zeile) sofort einen dramaturgischen Hingucker-Effekt erzielen. Ich finde es bei vielen Comics, Mangas und GraNos eher ermüdend, wenn jede Seite superdramatisch aufgebaut ist, weil dann für mein Empfinden der Effekt verpufft und gar nichts mehr dramatisch rüberkommt. Es wird dann verdammt schwer, NOCH dramatischer zu werden, weil das Dramalevel einfach schon zu hoch angesetzt ist.
Bei den Zwisxchenräumen zwischen den Panels und den Bildzeilen habe ich mich allerdings von „Watchmen“ entfernt und stattdessen auf Toriyama („Dragonball“) gehört, der in seinem How-to-do-Manga sehr schön die Wirkung von schmalen Zwischenräumen bei Panels auf einer Zeile und einem etwas breiteren Zwischenraum zwischen den einzelnen Zeilen aufzeigt. Das erhöht die Lesbarkeit einer Geschichte, weil die Leser*innen sich einfacher orientieren können und keine Unklarheiten aufkommen, wo es denn jetzt weitergeht.
Insofern ist Comics machen für mich genau wie Trickfilmregie führen, was ich beides liebe.

Schwarwel
07.06.2019

Seit dem 1. Juni sitze ich neben dem Storytelling, den Pencils, dem Lettering und dem Ballooning auch endlich an den Inks der ersten Seiten. D. h. hier kann man das erste Mal sehen, wie es nachher gedruckt aussehen wird – eigentlich der schönste Arbeitsschritt, wenn nur immer viel mehr Zeit dafür da wäre …

Schwarwel
04.06.2019

Wie versprochen, gibt es ab heute regelmäßig News und Updates zu Schwarwels neuer Graphic Novel „Gevatter“.
Und wir starten gleich mit dem ersten #gevatter-Interview mit Schwarwel, welches ihr in ganzer Länger HIER nachlesen könnt.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

Weiterlesen auf: www.schwarwel.de/graphic-novel-gevatter-sterben-will-gelernt-sein-interview-mit-schwarwel

Sandra
01.06.2019

Work in progress:
Für meine kommende Graphic Novel „Gevatter – Sterben will gelernt sein“ machen ich und wir GlüMos einen tiefen Knicks vor Frank Pasic und der Funus Stiftung, weil sie uns durch ihre Förderung überhaupt erst ermöglicht haben, dieses Projekt auf den Weg zu bringen.
Erscheinen wird das Ganze im September 2019 im Rahmen der „Stadt der Sterblichen“-Kulturwochen in Leipzig.
#sds19

Momentan sitze ich am Storytelling (also einfach Dasitzen, ins Leere starren und warten, das sich das Papier mit Buchstaben füllt) und an den ersten Sketches (same-same – nur mit Figuren statt Buchstaben), danach gehts mit Thumbnails und einem groben Seitenaufbau weiter.
Voraussichtlich wird das ganze Schwarz-Weiß mit Rastereffekten, wie ich das hier in dem Teaserbildchen mal ganz grob für euch hingehuscht habe … Aber die Verlockungen von Schmuckfarben sind eben doch sehr, sehr hoch – mal guggn.

Schwarwel
27.12.2018

Schwarwel
„Gevatter – Sterben will gelernt sein“
Herausgeber: FUNUS Stiftung
Verlag: Glücklicher Montag

Die Graphic Novel „Gevatter – Sterben will gelernt sein“ von Schwarwel ist eine autobiografische Erzählung, in der uns der Autor und Zeichner mitnimmt auf eine Reise in seine Innenwelt und seine Erinnerungen, um uns an seiner ureigenen Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod und seinen Ängsten davor teilhaben zu lassen.

In kontrastreichen, poetischen und fein geschnittenen Schwarz-Weiß-Bildern schildert Schwarwel dunkle ebenso wie erhellende Aspekte seines Erlebens mit dem Tod, um sich dabei für einen besseren, gesünderen und normaleren  Umgang mit dem Tod einzusetzen, der oftmals tabuisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird.

In packenden, einfühlsamen Bildfolgen wirbt der Autor für eine angemessene Sterbekultur und dafür, dem Tod seinen berechtigten Platz in unserem Leben einzuräumen: als würdevolles Ende des eigenen Seins ebenso wie als Motivator, die wertvolle Zeit davor gut und sinnvoll zu nutzen, statt sie verschwenderisch verstreichen zu lassen als gäbe es kein Morgen.

Dabei gibt Schwarwel viel von sich selbst preis und lässt tief blicken – in seine klinische Depression, in seine bezwungene Alkoholsucht, in seine Angstneurose –, denn auf diese Weise werden seine Gedanken nachvollziehbar, erlebbar und aus dem Gevatter Tod als grimmen Schnitter und diffuse Angsgestalt wird ein facettenreiches Mosaik der Endlichkeit, das wir zwar niemals überwinden können, mit dem es uns aber gelingen kann, bewusster zu leben.
 
Schwarwel (Text und Zeichnungen)
„Gevatter – Sterben will gelernt sein“
Graphic Novel im Albumformat
Umfang: Format A4, 80 Seiten s/w plus Umschlag 4c
Herausgeber: FUNUS Stiftung
Verlag: Glücklicher Montag

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